Der Kindergarten ist für viele Kinder der erste soziale Raum außerhalb der Familie. Für Kinder mit besonderem Förderbedarf ist dieser Schritt besonders bedeutsam – und besonders herausfordernd.
Unsere Kindergartenbegleiterinnen und -begleiter unterstützen Kinder dabei, am Kindergartenalltag aktiv teilzunehmen: beim gemeinsamen Spielen, beim Mittagessen, in der Ruhestunde und in all den Momenten, die Unterstützung bedürfen und den Tag ausmachen.
Ob in integrativen Einrichtungen oder in Regelkindergärten – wir passen uns der Einrichtung und dem Kind an, nicht umgekehrt.
Begleitung anfragenHeilpädagogische Begleitung in der Kita ist ein gesetzlich verankertes Recht nach §§ 113, 116 SGB IX. Kinder mit einer (drohenden) Behinderung haben Anspruch auf individuelle Unterstützung, die ihre Entwicklung fördert und ihre gleichberechtigte Teilhabe am Kindergartenalltag sichert. Je früher diese Förderung beginnt, desto wirksamer ist sie.
Wenn Ihr Kind in der Sprache, Motorik, Wahrnehmung oder kognitiven Entwicklung Unterstützung braucht, ist frühe Begleitung entscheidend. Wir sichern die aktive Teilhabe am Gruppenalltag und fördern die Entwicklung dort, wo sie stattfindet – mitten im Kita-Alltag, nicht am Rand.
Herausforderndes Verhalten, Schwierigkeiten in der Interaktion oder sensorische Überempfindlichkeiten – ein lebhafter Kindergartenalltag kann schnell zu viel werden. Eine vertraute Begleitperson gibt Ihrem Kind den sicheren Rahmen, sich in der Gruppe zu finden und echte Beziehungen aufzubauen.
Kinder mit Diabetes Typ 1, Epilepsie oder anderen chronischen Erkrankungen brauchen im Kita-Alltag mehr als pädagogische Begleitung. Unsere Begleiterinnen und Begleiter bringen das medizinische Fachwissen mit – damit Ihr Kind sicher und selbstverständlich dabei sein kann.
Heilpädagogische Begleitung findet im Alltag statt – nicht nebenher, sondern mittendrin.
Spielen ist die wichtigste Lernform im frühen Kindesalter. Wir unterstützen Ihr Kind dabei, am Spiel der Gruppe teilzunehmen, Kontakte zu knüpfen und eigene Ideen einzubringen – ohne zu übernehmen, sondern als stiller Begleiter.
Morgenkreis, Mahlzeiten, Schlaf- und Ruhephasen – wir begleiten Ihr Kind durch die Struktur des Kita-Tages und geben ihm die Sicherheit, die es braucht, um sich zu entfalten.
Freundschaften entstehen nicht von allein. Wir begleiten soziale Situationen feinfühlig, deeskalieren wenn nötig und schaffen Räume, in denen Ihr Kind echte Verbindungen aufbauen kann.
Ob Wahrnehmung, Kommunikation, Motorik oder Eigeninitiative – wir arbeiten nach einem individuellen Teilhabe- und Förderplan, der auf die Stärken und den Bedarf Ihres Kindes abgestimmt ist.
Wenn Ihr Kind Unterstützung beim Essen, bei der Körperpflege oder bei anderen alltäglichen Verrichtungen benötigt, begleiten wir das selbstverständlich und würdevoll – als Teil des normalen Kita-Alltags.
Wir arbeiten Hand in Hand mit dem pädagogischen Personal der Einrichtung, den Eltern, Therapeuten und Ärzten. Regelmäßige Entwicklungsgespräche und transparente Dokumentation sind für uns selbstverständlich.
Heilpädagogische Begleitung muss beantragt und bewilligt werden. Hier sind die wichtigsten Schritte im Überblick.
Wenn Ihr Kind im Kita-Alltag auf Schwierigkeiten stößt, die ohne individuelle Unterstützung nicht bewältigt werden können, besteht möglicherweise ein Anspruch auf heilpädagogische Begleitung nach §§ 113, 116 SGB IX.
Der Antrag wird beim zuständigen Träger der Eingliederungshilfe gestellt – in NRW ist das je nach Wohnort der Landschaftsverband Rheinland (LVR) oder Westfalen-Lippe (LWL). Neben ärztlichen Unterlagen sind häufig Stellungnahmen der Einrichtung erforderlich.
Die zuständige Stelle ermittelt den individuellen Förderbedarf Ihres Kindes. Dabei fließen der Entwicklungsstand, die Einschätzung der Kita sowie ärztliche und therapeutische Berichte ein.
Nach Bewilligung haben Eltern das Wunsch- und Wahlrecht (§ 8 SGB IX) – sie können ihren Leistungserbringer selbst wählen. Die Begleitung beginnt nach einem gemeinsamen Kennenlerngespräch mit Kind, Eltern und Einrichtung.
Kinder mit Diabetes Typ 1 brauchen im Kindergartenalltag eine Begleitung, die mehr kann als organisieren – sie braucht medizinisches Verständnis, Ruhe und Verlässlichkeit.
Wir begleiten Kinder mit Diabetes Typ 1 seit Jahren und verstehen die täglichen Anforderungen: Blutzuckerkontrolle, das Erkennen von Hypo- und Hyperglykämie, der Umgang mit CGM-Systemen und die enge Abstimmung mit Eltern und behandelnden Ärzten.